Wie konnte es geschehen, dass
ausgerechnet ich, Puppen-
künstlerin geworden bin?
Schicksal war es nicht. Schick-
sal ist, wenn etwas zwangs-
läufig passiert. Da kann man
sich schon denken warum und
wieso.
Nein, in meinem Fall hat wohl
jemand listigerweise am Rad
gedreht und lacht sich nun ins
Fäustchen.
Ich habe nie mit Puppen
gespielt, ich konnte sie noch
nie besonders gut leiden.
Aber meine eigenen Kinder
sollten, wenn es schon Puppen
sein müssen, ganz besondere
bekommen. Weich, anschmieg-
sam, natürlich selbstgemacht
und vor allen Dingen” anders”.
Das war die erste Phase.
Auf der Suche nach Informa-
tionen stiess ich ganz zufällig
auf das Material Papiermaché.
Abgesehen von Porzellan war
es im 18. Jahrhundert das Ma-
terial für Puppen schlechthin.
So begann die 2. Phase.
Inzwischen spielt Papiermaché
nur noch eine kleine Rolle und
die Kinder sind fast erwach-
sen.
Ich bin bei Puppen und Figuren
geblieben. Warum nur?
Vielleicht wegen der Heraus-
forderung einen menschlichen
Körper in naturalistischer
Form zu modellieren und
wegen der Ausdruckskraft
einer beweglichen Figur.
Einige Daten:
2000 erste gelungene
Modellierversuche
2006 Aufnahme in den Verband
europäischer Puppenkünstler
2006 Max-Oskar-Arnold
Kunstpreis, Kategorie “die beste
Jugendlichendarstellung”
2007 Max-Oskar-Arnold
Kunstpreis Kategorie der
bisherigen Preisträger
2011 Max-Oskar-Arnold
Kunstpreis, Kategorie “die beste
Jugendlichendarstellung”